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panSol - Klimaschutz: Energie: UmweltDie Weiterentwicklung des VereinsArbeitskreis Energie & Klimaschutz BurgenlandEisenstadt 3.1.2006: Interview mit Dr. Günter Wind – Obmann von panSolN&U: Seit Jahren setzt sich der „Arbeitskreis Energie und Klimaschutz Burgenland (kurz AKE)“ für Klimaschutz und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen ein. Nun erhält der AKE den neuen Namen panSol. Der gemeinnützige Verein hat sich im Burgenland und über dessen Grenzen hinaus durch seine Aktivitäten als Klimaschutz-NGO einen Namen gemacht. Warum hat sich der Verein nun zur Namensänderung entschieden?Als 1996 ein Energiestammtisch als Plattform zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des Klimaschutzes und der erneuerbaren Energienutzung gebildet wurde, nannte sich diese Gruppe „Arbeitskreis Energie & Klimaschutz“ ohne Absicht sich zu einer dauerhaften NGO zu entwickeln. 1998, bei der Vereinsgründung, wurde dieser Name einfach beibehalten. Bei unseren Tätigkeiten wurden wir immer wieder mit Missverständnissen konfrontiert. Der Arbeitskreis wurde gelegentlich als temporäre Einrichtung von ämtern bzw. Ministerien in Verbindung gebracht, wo vorübergehende Arbeitskreise zu aktuellen Themen gebildet werden. Weiters brachte uns die Abkürzung „AKE“ und auch die bisherige Web-Domain „ak-energie.org“ eine Zuordnung zur Arbeiterkammer, was immer wieder einen Erklärungsbedarf, insbesondere bei offiziellen Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen bzw. Presseaussendungen verlangte. N&U: Was bedeutet nun der neue Name panSol?Der Name ist sowohl in seiner Langform – „panSol – Klimaschutz : Energie : Umwelt“ als auch in seiner einfachen Kurzform panSol aussagekräftig. Wir sind uns bewusst, dass der Namen einen Teil der Identität ausmacht: „pan“ steht einerseits für unsere Herkunft und unmittelbaren Wirkungskreis - den pannonischen Raum. Es ist uns wichtig diesen regionalen Aspekt zu betonen. Andererseits steht die Silbe „pan“ auch für „alles umfassend“. Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit steht alles, was von der Sonne (Latein „Sol“) - dem höchsten Symbol für Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie - kommt. Darüber hinaus ist„Sol“ auch das Akronym für Solidarität Oekologie und Lebensstil,denn panSol ist gleichzeitig die SOL-Regionalgruppe Nordburgenland;. SOL (siehe www.nachhaltig.at) selbst ist ein österreichweit tätiger Verein, der für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit eintritt. N&U: Arbeiten zum Thema erneuerbare Energie & Klimaschutz haben etwas mit „Mission“ und Verantwortung zu tun. Welchen Grundsätzen fühlt sich panSol verpflichtet?Unser Motto lautet „Mensch und Technik im Einklang mit der Natur“. Ziel ist es, Natur und Umwelt nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen „lebenswert“ zu erhalten und zu gestalten. Wissenschaftlich belegte Grundlagen zeigen, dass der Klimaschutz eine der wichtigsten Aufgaben der Menschheit ist. Wird dieser nicht ernst genommen, besteht nicht nur für die Natur, sondern auch für den Weltfrieden die größte Bedrohung, wie das USA-Pentagon heuer hören ließ. Diese Haltung sehen wir durch das Hauptanliegen von SOL, der Propagierung eines genussvollen Lebensstils, der nicht auf Kosten von zukünftigen Generationen oder von Menschen in anderen Erdteilen geht, gut ergänzt. N&U: Der Arbeitskreis Energie & Klimaschutz war eine Interessensvertretung und eine Informationsplattform für den Klimaschutz. Wie wird das mit panSol weitergehen?panSol wird die Aktivitäten des Arbeitskreises Energie & Klimaschutz weiterführen. D.h. es werden weiterhin jeden 3. Dienstag im Monat (außer Juli, August) die regelmäßigen Meetings stattfinden. Dabei werden Vorträge, Workshops und Diskussionen zu aktuellen Themen abgehalten, die jeder kostenlos nützen kann. Parallel dazu gibt es immer wieder Notwendigkeiten, spontan Initiativen für den Klimaschutz aufzugreifen, sei es mit öffentlichkeitsarbeit oder Kontakt zu politischen Entscheidungsträgern. Weiters besteht auch der Bedarf, konkrete Projekte im Burgenland und in den Nachbarländern umzusetzen. Die Fülle der Aufgaben wird immer größer und die dafür zur Verfügung stehende Zeit immer knapper, sodass wir mit der ausschließlich ehrenamtlichen Tätigkeit der Vereinakteure immer mehr an Grenzen stoßen. N&U: Wie möchte panSol diese höheren Anforderungen bei der Projektbearbeitung bewältigen?Unser erstes Interreg-Projekt mit slowakischem Partner haben wir zum Anlass genommen, ein Teilzeit-Sekretariat aufzubauen, das Projektkoordinationsaufgaben und Routineaufgaben erledigt. Die Projektbearbeitung wird auch zum Teil von Unternehmen aus dem Netzwerk panSolar ausgeführt und zum anderen durch ehrenamtliche Arbeit der panSol -Akteure unterstützt. N&U: Was sind panSolar-Unternehmen?Die panSolar-Unternehmen sind Kleinstunternehmen bzw. Selbständige, die sich mit den Grundsätzen des Klimaschutzes voll identifizieren. Das Netzwerk wurde von panSol selbst initiiert; dabei wurden Selbstständige und Kleinstunternehmer ausgewählt, welche bei Bedarf eine professionelle Projektbearbeitung für panSol ausführen. Um die ideelle Nähe zwischen Verein und den „assoziierten Unternehmen“ auszudrücken, trägt dieses Netzwerk die Bezeichnung panSolar. Beide Gruppierungen fühlen sich denselben Leitsätzen verpflichtet, die sich mit dem Slogan „Mensch und Technik im Einklang mit der Natur“ auf einen Punkt bringen lassen. Konkret decken diese Unternehmen folgende Fachgebiete ab: Energie, Haustechnik, Verkehr & Mobilität, Raumplanung, Physik, Architektur, Meteorologie, Elektronik. Damit ist panSol mit panSolar in der Lage Klimaschutz- und Umweltschutzprojekte mit komplexen Aufgabenstellungen anzubieten und erfolgreich zu bearbeiten. N&U: Welche kurzfristigen Wünsche tragen Sie momentan in Ihrem Herzen?Von der Fülle der Anliegen möchte ich zwei nennen: 1) Investititionsförderung für Photovoltaik durch das Land Burgenland. Damit die Sonnenstromerzeugung bei uns – „im Land der Sonne“ - wirtschaftlich attraktiv wird. Durch intensive Kontakte zu Politikern konnten wir erreichen, dass der Landtag im Jahr 2004 einen Entschließungsantrag für diese Förderung beschlossen hat. Ein bereits begutachteter Entwurf der Förderrichtlinien liegt vor. Unser Anliegen ist, dass dieser vom Landtag rasch beschlossen wird. 2) Burgenland hat als einziges Bundesland österreichs noch keine Klimabündnis-Landesstelle und auch keine unabhängige Energie- & Umweltberatung, welche Beratungen und Koordinationsaufgaben für Land, Gemeinden, Firmen und Private ausführt. Unser großer Wunsch ist, dass das Land Burgenland die Notwendigkeit und den Nutzen daraus erkennt und die Umsetzung dieser finanziell ermöglicht. N&U: Das langfristige Ziel von panSol?Unser eigentliches Ziel ist die Energiewende, d.h. der Ersatz von fossilen und nuklearen Energieträgern – auch im Verkehrsbereich - durch erneuerbare Energiequellen - Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft, Geothermie. Mit diesem Ziel verbinden wir auch den Zugang für alle Menschen zu effizient genutzter erneuerbare Energie. Wir sind überzeugt, dass die Energiewende nicht nur für den Klimaschutz allein notwendig ist, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bringen kann., wie die Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung, wenn wir bereit sind, sie rechtzeitig herbeizuführen. Mehr über die Energiewende erfahren Sie in den nächsten Ausgaben von Natur & Umwelt. N&U: Wie kann man bei panSol Mitglied werden?Wir sind ein unabhängiger, offener Verein und freuen uns über neue Mitglieder! Viele Klimaschutz & Umweltanliegen können nur mit Hilfe von unterstützenden Mitgliedern bearbeitet werden. Unsere Informationsveranstaltungen sind grundsätzlich immer öffentlich zugängig und können von interessierten Personen kostenlos besucht werden. |
| panSol – Klimaschutz : Energie : Umwelt Obmann Dr. Günter Wind |
Marktstr. 3 A-7000 Eisenstadt |
Tel. +43(59010)3780 |
© by Julia |